Seit Einführung der gesetzlichen Bestimmungen zum Nichtraucherschutz war ich in diversen Bundesländern in Swingerclubs. Überall musste ich feststellen, dass die Betreiber sich mit viel Fantasie und manchmal auch mit leichten baulichen Veränderungen diesen Gegebenheiten angepasst hatten.
Bei all diesen Clubs ist es gelungen, auch nach Inkrafttreten der Regelung ein problemloses Miteinander von Rauchern und Nichtrauchern zu gewähren, ohne einen Raucher spärlich bekleidet vor die Tür schicken zu müssen.
Was sich aber das Beverly in Solingen leistet, das ist schon ein starkes Stück. Jeder Gast, der diesen Club besuchen will, wird nur dann eingelassen, wenn er Mitglied eines Raucherclubs wird. Haben sich die Betreiber mal darüber Gedanken gemacht, wie groß der Prozentsatz in der Bevölkerung ist, der absolut kein Interesse daran hat, Mitglied eines solchen Clubs zu werden. Und auch in der Swingergemeinde gibt es einen großen Anteil von Menschen, die zwar Interesse am zwanglosen Ausleben ihrer Sexualität haben, denen es aber nicht im Traum einfallen würde, in einen Raucherclub einzutreten.
Gerade das Beverly mit seinen vielfältigen räumlichen Möglichkeiten hätte es ohne weiteres schaffen können, in unmittelbarer Nähe des Barbereichs einen gemütlichen abgetrennten Raum für Raucher einzurichten. Aber ich habe den Eindruck, da hat es am guten Willen gefehlt, sich über den Grund für die Notwendigkeit der gesetzlichen Reglung mal Gedanken zu machen. Damit ich nicht unverrichteter Dinge nach Hause fahren musste, habe ich mich widerwillig an dem betreffenden Abend dazu bereit erklärt, diese Zwangsmitgliedschaft anzutreten. Aber ich habe mich nicht so behandelt gefühlt, wie ich als Kunde eigentlich behandelt werden möchte. Es war eher ein Gefühl von Nötigung und könnte mir vorstellen, dass dies mein letzter Beverly-Besuch war. |